• Startseite
 • Ad-Hoc
 • Aktien
 • Aktionär
 • Allgemeines über Fonds
 • Anleihen
 • Bafög
 • Bankeinlage
 • BASEL II
 • Boommarkt China
 • Bürgschaft
 • Cash Flow
 • Charttechnik
 • Darlehen
 • Depot
 • Depotbank
 • Devisen
 • Effektivzins
 • Elterngeld
 • Festgeld
 • Fremdkapital
 • Hedge-Fonds
 • Hybridanleihen
 • Hypothek
 • Internationaler Geldverkehr
 • Kleinkredit
 • kostenloses Girokonto
 • Kredit aufnehmen – Alternative oder letzte Rettung?
 • Kreditkarte
 • Kreditkartenarten
 • Leasing oder Finanzierung?
 • Mehr zum Ratenkredit
 • Mezzanine-Kapital
 • Pennystocks
 • Private Equity
 • Private Insolvenz
 • Ratenkredit
 • Restschuldversicherung
 • Schufa und die Kreditwürdigkeit
 • Schufafreie Kreditkarte
 • Seniorenkredit
 • Sofortkredit
 • Sparbuch oder Tagesgeldkonto?
 • Sparen mit Fondssparplänen
 • Sparerfreibetrag
 • Tagesgeld
 • Tagesgeldkonto
 • Tagesgeldzinsen
 • Vor- und Nachteile einer Kreditkarte

Artikel "Aktien"

Aktienformen

Auf dem Aktienmarkt haben sich seit der ersten Aktie der niederländischen Handelsgesellschaft V.O.C im frühen 17.Jahrhundert mittlerweile die Aktienformen Stammaktien, Vorzugsaktien, Inhaberaktien und Namensaktien etabliert. Die Stammaktien haben ein Stimmrecht und geben dem Aktionär das Recht auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft entweder den Vorstand zu entlasten oder nicht. Doch die Stammaktie hat gegenüber der Vorzugsaktie den Nachteil dass keine höhere Dividende gezahlt wird.

Bei einer Vorzugsaktie profitiert der Aktionär von einer höheren Dividende welche das Unternehmen zahlt allerdings gibt es kein Stimmrecht. Jedoch können Vorzugsaktien ein Stimmrecht erhalten wenn dies auf einer Sonderversammlung des Unternehmens von der Geschäftsführung und Aktionären beschlossen wurde. Die Dividende wird von der Aktiengesellschaft jährlich ausgezahlt und bei guten Unternehmenszahlen auch angehoben. Sollte das Geschäft schlecht laufen kann das Unternehmen die Höhe der Dividende entweder senken oder die Dividendenzahlung sogar aussetzen.

Die dritte Aktienform Namensaktien ist in Deutschland relativ stark verbreitet und müssen gesetzlich vorgeschrieben von Airlines herausgegeben werden. Der Aktionär wird beim Erwerb einer Namensaktie mit seinen Namen in das deutsche Aktienregister eingetragen. Wer langfristig orientiert ist sollte bei der Aktienwahl darauf achten dass das Unternehmen eine gute Dividende pro Aktie zahlt und eine hohe Dividendenrendite von drei bis fünf Prozent aufweist. Denn zahlt das Unternehmen eine ansehnliche Dividende profitiert jeder Aktionär davon und kann sich innerhalb weniger Jahre ein Vermögen aufbauen, weil der Aktienkurs einer gut geführten Aktiengesellschaft langfristig steigt und Kursgewinne beim Aktienverkauf eingefahren werden können.

Eine gute Entscheidungshilfe bei der Wahl der richtigen Aktien sind die Onlinebanken und Direktbanken die auf ihren Webseiten meistens eine kostenlose Aktiensuche anbieten die nach bestimmten Suchkriterien wie eben der Dividendenrendite oder Dividende pro Aktie eingestellt werden kann. Wenn die Aktien nach der Suche angezeigt werden ist auf jeden Fall darauf zu achten dass die Unternehmenszahlen in Ordnung sind und die Aktiengesellschaft gut im eigenen Markt positioniert ist ebenso sollte die Zukunftsaussicht der Branche wo das Unternehmen tätig ist langfristig ein Wachstum aufweisen.

Geschichte der Aktie

Die Aktie gehört zu den ältesten Kapitalanlagen der Welt denn bereits im frühen 17.Jahrhundert entstand mit der V.O.C (Vereenigde Oostindische Compagnie - Vereinigte Ostindische Company) eine Handelsgesellschaft in den Niederlanden welche Anteilsscheine herausgab. Die V.O.C entwickelte sich zum mächtigsten Unternehmen ihrer Zeit und darf durchaus als Konzern bezeichnet werden denn die Handelsgesellschaft besaß ein Monopol auf den Gewürzhandel mit Indien. Über 4000 Schiffe übernahmen die wertvollen Warentransporte der V.O.C wovon auch die Aktionäre profitierten denn mit steigenden Gewinnen aus dem Gewürzhandel legte der Aktienkurs zu womit ein kluger Kaufmann durchaus ein Vermögen aufbauen konnte.

Rund zweihundert Jahre lang beherrschte die V.O.C den Seehandel bevor sie schließlich im Jahre 1798 aufgelöst werden musste. Eine Aktie der Vereinigten Ostindische Company kann heute noch in der Amsterdamer Börse gut geschützt hinter Glas bewundert werden. Im Laufe der nächsten drei Jahrhunderte entwickelte sich in Europa, Großbritannien und den USA der Aktienhandel denn in New York, Frankfurt und London entstanden Börsenplätze wo Aktien gehandelt wurden.

Die New Yorker Stock Exchange besser bekannt unter den Namen "Wall Street" ist heute der führende Börsenplatz und gibt den Takt für andere Börsen vor. Jedoch erlebte die Wall Street in ihrer jungen Geschichte einige Niederschläge durch Börsencrashs. Der erste schwere Börsencrash fand am 29.10.1929 statt als die Aktien hunderter Unternehmen in die Tiefe stürzten und manchen Kleinsparer das gesamte Vermögen kostete. Die US-Wirtschaft boomte und führte dazu dass die Aktienkurse an der Wall Street in den 1920er-Jahren rapide zulegten und nicht nur reiche Kaufleute sondern auch Arbeiter, Hausfrauen und Rentner dazu veranlasste Aktien zu kaufen selbst wenn diese auf Kredit gekauft wurden mussten.

Die Aktienindex Dow Jones der New York Stock Exchange fiel am schwarzen Freitag von seinen Rekordstand bei 400 Punkten auf 200 Punkte. Dieser Börsencrash löste eine schwere Weltwirtschaftskrise aus die zu Millionen Arbeitslosen führte. Trotz der weiteren schweren Börsenzusammenbrüche die in den Jahren 1987, 1997 und 2000 folgten ist die Aktie nach wie vor eine empfehlenswerte Kapitalanlage.

Wer mit Aktien ein Vermögen etwa für seine Altersvorsorge aufbauen möchte der sollte auf Standardwerte aus dem DAX, MDAX, SDAX, Dow Jones oder Nikkei setzen. Die Investition in Einzelwerte ist jedoch nicht ohne Risiko und daher empfiehlt sich ein Aktienfonds der in internationale Standardwerte investiert.

Die Direkt-, und Onlinebanken aber auch die örtlichen Banken bieten mittlerweile Sparpläne in Aktienfonds ab 50 Euro pro Monat an. Der Sparplan sollte mindestens drei bis zehn Jahre laufen denn nur wer langfristig investiert kann mit kleinen Sparraten ein Vermögen aufbauen. Jedoch sollte darauf geachtet werden dass der monatliche Sparbetrag aus dem Monatseinkommen gezahlt werden kann denn ein Vermögensaufbau auf Kredit ist wenig sinnvoll und nicht empfehlenswert.

Es wird heute zwischen Stamm-, und Vorzugsaktien unterschieden während die Stammaktien ein Stimmrecht haben gibt es bei Vorzugsaktien eine höhere Dividende. Wer langfristig investieren möchte der sollte beim Kauf von Einzelaktien auf gute fundamentale Daten des Unternehmens achten. Die Unternehmen sollten in ihrer Branche gut positioniert, eine solide Kapitalbasis und gute Umsatz/Gewinnaussichten haben. Bei der Wahl der richtigen Aktien ganz unabhängig davon ob es Stamm-, oder Vorzugsaktien sein sollen, sind Finanzmagazine, Aktienportale und der Bankberater eine gute Empfehlung.

Eine eigene Recherche ist ebenfalls empfehlenswert denn die Unternehmen welche an der Börse notiert sind bieten ihr Unternehmensportrait und die aktuellen Umsatz-, und Gewinnzahlen meist als PDF-Dokument zum Download an. Damit die Aktiensuche noch leichter wird sollte eventuell ein seriöses Anlegerforum im Internet besucht werden denn dort gibt es häufig schon Anleger die bereits Aktienerfahrung haben und daher den einen oder anderen Tipp geben können. Die Entscheidung ob die ausgewählte Aktie gekauft wird oder nicht muss allerdings jeder selbst treffen aber die Finanzmagazine, Aktienportale, Finanzforen oder Bankberater sind eine gute Entscheidungshilfe. Beim Kauf der Aktie sollte am besten eine Direktbank oder Onlinebank gewählt werden weil diese häufig geringere Ordergebühren verlangen als die örtliche Bank.

Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft (AG) ist eine Unternehmensform wo Aktien zur Gründung herausgegeben werden und ist daher eine Kapitalgesellschaft. Die Geschäftsführung des Unternehmens wird durch den Vorstand bestimmt welcher der Kontrolle des Aufsichtsrats unterliegt. Die Hauptanteile an einer Aktiengesellschaft hält meist der Gründer der zugleich meistens im Vorstand sitzt und Geschäftsführer seines Unternehmens ist. Die Gründung einer Aktiengesellschaft erfordert mindestens 50.000 Euro Stammkapital womit eine sogenannte Kleine AG gegründet werden kann.

Die Kleine AG wurde in Deutschland vom Gesetzgeber vor einigen Jahren beschlossen mit dem Ziel besonders Gründern aus dem Technologiebereich eine Möglichkeit zu geben darüber an Kapital zu kommen. Denn Gründungen im Technologiebereich sind für die Kapitalgeber langfristig meist sehr lukrativ wenn der Gründer ein neues Produkt oder Dienstleistung entwickelt hat wo eine hohe Nachfrage besteht. Der Kapitalgeber beteiligt sich mit Risikokapital an der neugegründeten Aktiengesellschaft und hält dabei durchschnittlich 20 Prozent bis 25 Prozent des Aktienanteils den er nach einer vertraglich vereinbarten Zeit etwa bei einem Börsengang des Unternehmens mit einer hohen Gewinnmarge wieder verkauft. Die gesetzlichen Regeln für Aktiengesellschaften sind sehr streng weshalb die Gründung einer Firma mit dieser Unternehmensform durchaus einige Monate dauern kann. Wenn die bürokratischen und rechtlichen Mauern genommen und die Aktiengesellschaft gegründet wurde ist das Unternehmen dazu verpflichtet regelmäßig jedes Quartal die aktuellen Geschäftszahlen per Adhoc-Meldung über eine Pressemitteilung zu veröffentlichen.

Wenn die Aktiengesellschaft an die Börse geht also einen Teil ihrer Aktien herausgibt, ist die Firma dazu verpflichtet ein Börsenprospekt herauszugeben der die künftigen Aktionäre und Investoren über alle wirtschaftlichen Fakten des Unternehmens informiert. Der Börsengang wird durch einen Emittenten wie einer Bank begleitet die zugleich auch den Ausgabekurs der Aktien festlegt und wird als Bookbuildingspanne bezeichnet. Diese Preisspanne gibt Auskunft darüber zu welchen Preis die Aktie bei Banken geordert werden kann.

Die Öffentlichkeit wird über den Börsengang ebenfalls informiert wobei allerdings instituelle Investoren wie etwa Fondsgesellschaften bereits vorher vom Emittenten in Kenntnis gesetzt werden. Am Tag des Börsengangs wird der erste Aktienkurs durch einen Börsenmakler anhand der eingehenden Aktienorders festgestellt und anschließend bekanntgegeben. Die größten Aktiengesellschaften der Welt sind der US-Ölkonzern Exxon Mobile, der US-Einzelhandelskonzern Wal Mart und General Motors die jeweils mehr als 200 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaften. Der Einzelhandelskonzern Wal Mart gilt mit seinen über 1,7 Millionen Mitarbeitern als der größte Arbeitgeber der Welt.

Aktienkauf

Der Aktienkauf ist heute im Vergleich vor guten zehn Jahren deutlich leichter geworden denn mittlerweile können bereits Aktien ab einem Stück gekauft werden. Wer Aktien kaufen möchte der kann diese sowohl bei der örtlichen Hausbank als auch Onlinebanken kaufen. Die Onlinebanken haben den Vorteil dass dort die Kosten beim Aktien deutlich niedriger sind denn es wird meist keine Courtage fällig.

Die Courtage ist eine Vermittlungsgebühr welche durchschnittlich bei etwa 0,06 Prozent liegt und muss vom Kunden gezahlt werden welcher die Aktien kauft oder verkauft. Je höher die Anzahl der gekauften Aktien ist desto weniger Courtage kassiert die Bank.

Vor dem ersten Aktienkauf ist der Besuch eines Anlageseminars für Aktieneinsteiger oder das Studium entsprechender Literatur empfehlenswert. Ein Anlageseminar bietet mittlerweile jede örtliche Volkshochschule an und kostet etwa 100 Euro bis 150 Euro aber diese Investition rentiert sich weil einem während dem Lehrgang das Grundwissen rund um Aktien und Börse vermittelt wird.

Nach dem Lehrgang kann mit dem Aktienkauf begonnen werden und sollte dabei sehr auf die Wahl der Aktien achten. Wer langfristig orientiert ist und sich mit Aktien eine Altersvorsorge aufbauen möchte dem seien Standardwerte des DAX 30, MDAX, Dow Jones oder Nikkei empfohlen. Der Vorteil der Standardwerte ist, dass es sich dabei um bereits etablierte Unternehmen handelt die in ihrer jeweiligen Branche eine gute Marktposition erreicht und stabile Wachstumsraten haben.

Die fundamentalen Kennzahlen also Umsatz, Gewinn, Marktanteil, die Höhe der jährlichen Dividende und die Wachstumsaussichten sind besonders wichtig worauf beim Aktienkauf geachtet werden sollte. Die gekauften Aktien sollten mindestens ein bis drei Jahre gehalten werden denn wird die Aktie innerhalb von zwölf Monaten verkauft kassiert der Staat eine Spekulationssteuer die bei derzeit 25 Prozent liegt.

Das Aktiendepot sollte außerdem jährlich überprüft und solche Aktien verkauft werden die entweder keinen oder nur wenig Gewinn eingefahren haben. Die verkaufte wenig ertragreiche Aktie wird durch eine andere ersetzt oder dass nun freie Kapital auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt. Der Vorteil eines solchen Tagesgeldkontos ist es dass das dort eingezahlte Geld täglich verfügbar ist also für weitere mögliche Aktienkäufe verwendet werden kann.

Aktienstrategie

Eine Aktienstrategie wird in der heutigen Zeit immer wichtiger weil die Aktienmärkte globalisiert und an Börsen notierte Unternehmen international tätig sind. Der Aufbau eines eigenen profitablen Aktiendepots ist sinnvoll denn die gesetzliche Rentenversicherung kann aufgrund der Demographie langfristig nur noch eine kleine Rente an die künftigen Rentner/innen also der jetzigen jungen Generation zahlen. Wer Berufseinsteiger ist und seine Ausbildung gerade begonnen hat dem steht monatlich kein hohes Einkommen zur Verfügung aber dennoch kann mit einem Teil des Monatseinkommens ein Aktiendepot aufgebaut werden.

Die örtlichen Banken, Direktbanken und Onlinebanken bieten mittlerweile Aktiensparen bereits ab 50 Euro pro Monat an. Beim Aktiensparen kann zwischen tausenden Aktien gewählt werden aber dabei sollten Berufseinsteiger zur eigenen Sicherheit und Risikoreduzierung nur auf Standardwerte des DAX30, MDAX oder Dow Jones 100 setzen. Denn die Unternehmen welche an diesen Börsenindizes gelistet sind, haben hervorragende fundamentale Daten und besitzen einen guten Marktanteil in ihrer jeweiligen Branche. Dabei ist es sinnvoll sich für ein Unternehmen zu entscheiden welches in seiner Branche führend ist, Dividenden zahlt und gute Zukunftsaussichten hat. Wenn die passende Aktie gefunden wurde kauft die Bank im Kundenauftrag monatlich immer Aktienanteile die 50 Euro entsprechen.

Sollte der Aktienkurs zum Beispiel bei 10 Euro kauft die Bank fünf Aktien und fällt der Kurs einen Monat später auf 8 Euro können sechs Stück erworben werden. Auf langfristiger Sicht ist das Aktiensparen profitabel weil die Aktien aufgrund der schwankenden Kurse immer zu unterschiedlichen Kurswerten gekauft werden. Außerdem kann festgelegt werden ob die Bank am 01 oder 15 eines Monats die Aktie kauft. Nach der Ausbildung verfügt der Berufseinsteiger durch das zwei-, bis dreijährige Aktiensparen bereits über ein kleines Vermögen welches weiter ausgebaut werden kann. Wer einen Job hat der bekommt regelmäßiges sein monatliches Einkommen überwiesen und sollte davon mindestens 100 Euro bis 200 Euro zum Aktiensparen nutzen. Es ist dabei empfehlenswert den Monatsbeitrag zu verteilen wo etwa 125 Euro in zwei Standardwerte und 75 Euro in einen internationalen Aktienfonds investiert werden. Die monatlichen Sparbeträge sollten aus dem Monatseinkommen bezahlt werden ohne dass der Lebensunterhalt gefährdet ist aber wenn dies nicht möglich ist kann eine Sparpause sinnvoll sein.

Bei einer Sparpause kann eingestellt bis zu welchen Datum die monatlichen Sparbeträge zum Aktiensparen nicht mehr abgebucht werden sollen. Wenn sich die finanzielle Lage wieder gut stabilisiert hat kann das Aktiensparen jederzeit wieder aufgenommen werden. Wird monatlich 100 Euro in einen internationalen Aktienfonds eingezahlt, der eine jährliche Rendite von vier bis fünf Prozent erwirtschaftet, der kann langfristig auf zehn bis zwanzig Jahre gesehen ein Vermögen aufbauen dass bei 150.000 Euro und mehr liegen kann.

Daytrading

Das Daytrading ist eine hochspekulative Form des Aktien-, Devisen-, Waren-, Rohstoff-, und Anleihehandels wo sogenannte Daytrader innerhalb eines Tages die Kursschwankungen eines Wertes ausnutzen mit dem Ziel zum richtigen Zeitpunkt profitabel wieder zu verkaufen. Weil das Daytrading ein hohes Risikogeschäft mit der Möglichkeit eines Totalverlustes des eingesetzten Geldes ist, kommt diese Form des Börsenhandels nur für Personen in Frage die über ein ausreichendes Kapital verfügen um eventuelle Verluste ausgleichen zu können.

Wer in das Daytrading einsteigen möchte der sollte zur eigenen Sicherheit vorher ein Seminar besuchen wo dieser hochriskante aber dennoch lukrative Sekundenhandel eingehend erklärt wird. Ein solches Daytrading-Seminar dauert zwei bis drei Tage und wird von einem erfahrenen Daytrader oder Finanzexperten geführt. Während des Seminars lernt der angehende Daytrader die Grundbegriffe des Daytradings kennen und mit einer Daytrading-Software den Sekundenhandel virtuell üben ohne dass echtes Geld eingesetzt wird, weil die Handelssoftware im Simulationsmodus arbeitet und reale Börsenkurse nutzt. Nach dem Seminar welches je nach Veranstalter etwa 250 Euro bis 3000 Euro kostet aber diese Investition kann sich rechnen wenn der Seminarteilnehmer das erfahrene Wissen langsam mit realen Daytrading umsetzt.

Ein ausreichendes Kapital und stabiles mittleres bis hohes monatliches Einkommen ist auf jeden Fall empfehlenswert wer in den Sekundenhandel einsteigen und damit Geld verdienen möchte. Als Startkapital sind mindestens 25.000 Euro zu empfehlen und sollte nicht gleich beim ersten Tag des Daytrading das gesamte Kapital sondern höchstens 10 bis 20 Prozent einsetzen. Beim Daytrading ist es für den Einstieg sinnvoll sich auf bestimmte Aktien wie zum Beispiel Standardwerte des DAX, MDAX, TecDAX oder SDAX zu konzentrieren. Bevor eine Aktie gekauft wird sollte der Tages-Chart genau verfolgt werden um den richtigen Kaufzeitpunkt zu finden und setzt sich sowohl beim Kauf als auch Verkauf ein Kurslimit.

Das Kurslimit reduziert das Risiko eines möglichen Verlustes und der gesetzte Verkaufskurs garantiert dass die gekaufte Aktie zu diesen Aktienkurs verkauft wird. Es ist beim Daytrading durchaus wichtig in seinem Depot am Ende des Tages keine Positionen mehr zu haben also sollte stets glattgestellt werden. Jedoch bedeutet Daytrading nicht unbedingt dass die gekaufte Aktie innerhalb eines Tages wieder verkauft werden muss sondern kann diese auch eine Woche oder länger halten um eventuell einen höheren Gewinn einzufahren. Wer aktiv im Sekundenhandel tätig sein möchte der sollte eine eigene Daytradingstrategie entwickeln und dabei sich nicht finanziell übernehmen.

Bei der Aktienwahl sind die Aktienfinder der Onlinebanken sehr hilfreich denn damit lassen sich Aktien nach bestimmten Kriterien finden. Sehr aussichtsreich beim Daytrading sind Aktien die stark unterbewertet sind oder vor einem Turnaround stehen aber es sollte darauf geachtet werden dass die Aktiengesellschaften gute fundamentale Daten wie eine ausreichende Kapitalausstattung haben. Die stark unterbewerteten Aktien bieten neben hohen Gewinnchancen auch erntsprechende Risiken die jedoch jede Aktie hat aber beim Daytrading noch stärker bedacht werden sollte.

In Deutschland haben sich bereits zahlreiche sogenannte Tradinghäuser etabliert die Daytrading anbieten und den Daytradern eine Daytradingsoftware, Handelsplatz und Computer kostenpflichtig zur Verfügung stellen. Das Tradinghaus verlangt etwa 25.000 Euro bis 100.000 Euro die auf ein Konto eingezahlt werden müssen und dient sowohl dem Daytrader als auch dem Anbieter als Sicherheit. Wer beim Daytrading geschickt handelt der kann damit durchaus ein Vermögen aufbauen.

Selbst wer kein hohes Monatseinkommen verdient der kann heute dennoch vom Daytrading profitieren, weil es mittlerweile Anbieter auf den Markt gibt welche den Handel mit CFDs (Contract of Difference) anbieten. Bei CFDs handelt es sich um eine künstliche Aktie welche den realen Wert der tatsächlich gehandelten Aktie wiederspiegelt aber dem Daytrader es ermöglicht bereits ab einer Einlage von 500 Euro aktiv am Aktienhandel teilzunehmen. Dabei kann der Daytrader mit seiner Einlage von 500 Euro den zehnfachen Wert handeln jedoch muss er darauf achten dass seine Margin stets positiv ist. Die Hebelwirkung kann aber eingestellt werden wodurch das Risiko eines möglichen Totalverlustes verringert wird. Die Margin ist eine finanzielle Sicherheitsleistung die in der Regel zehn Prozent dem kompletten Aktienwert der erworbenen Aktien entsprechen.

Der größte Vorteil ist dass beim CFD-Handel die Aktie live direkt vom Daytrader gehandelt wird also muss nicht auf die Kaufausführung seiner Direktbank, Onlinebank oder Hausbank warten. Weil während der Haltedauer eines CFDs auch Zinsen fällig werden ist es ratsam die gekaufte Aktie am besten innerhalb von ein bis sieben Tagen wieder verkaufen. Der Daytrader bekommt vom Anbieter eine Handelssoftware kostenfrei oder gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung gestellt womit er die CFDs kaufen und verkaufen kann.

Die Handelssoftware verbindet sich direkt mit vom Daytrader ausgewählten Börsenplätzen wie etwa Frankfurt, New York, Tokio, London oder Paris. und kann seine Aktien individuell auswählen. Es ist empfehlenswert beim CFD-Trading bestimmte Aktien auf die Watchlist der Handelssoftware zu setzen und diese genau zu beobachten damit der richtige Zeitpunkt zum Kauf gefunden wird. Sobald der Aktienkurs über dem Kaufwert liegt sollte verkauft werden selbst wenn es nur wenige Euro sein sollten denn der Daytrader kann ja durch die Hebelwirkung einen deutlich höheren Gewinn erzielen als beim normalen Aktienhandel.

< Zurück