• Startseite
 • Ad-Hoc
 • Aktien
 • Aktionär
 • Allgemeines über Fonds
 • Anleihen
 • Bafög
 • Bankeinlage
 • BASEL II
 • Boommarkt China
 • Bürgschaft
 • Cash Flow
 • Charttechnik
 • Darlehen
 • Depot
 • Depotbank
 • Devisen
 • Effektivzins
 • Elterngeld
 • Festgeld
 • Fremdkapital
 • Hedge-Fonds
 • Hybridanleihen
 • Hypothek
 • Internationaler Geldverkehr
 • Kleinkredit
 • kostenloses Girokonto
 • Kredit aufnehmen – Alternative oder letzte Rettung?
 • Kreditkarte
 • Kreditkartenarten
 • Leasing oder Finanzierung?
 • Mehr zum Ratenkredit
 • Mezzanine-Kapital
 • Pennystocks
 • Private Equity
 • Private Insolvenz
 • Ratenkredit
 • Restschuldversicherung
 • Schufa und die Kreditwürdigkeit
 • Schufafreie Kreditkarte
 • Seniorenkredit
 • Sofortkredit
 • Sparbuch oder Tagesgeldkonto?
 • Sparen mit Fondssparplänen
 • Sparerfreibetrag
 • Tagesgeld
 • Tagesgeldkonto
 • Tagesgeldzinsen
 • Vor- und Nachteile einer Kreditkarte

Artikel "Boommarkt China"

Vor der Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949 war China wirtschaftlich sehr rückständig - heute jedoch zählt China zu den wirtschaftlich starken Ländern mit dem größten Entwicklungspotenzial und der Lebensstandard des Volkes erreichte im Großen und Ganzen das Niveau eines bescheidenen Wohlstands. Insbesondere in den 22 Jahren seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik im Jahr 1979 ist die chinesische Wirtschaft in einem nie da gewesenen Tempo gewachsen. Der Wirtschaftsaufschwung entwickelt sich seit dem Eintritt ins 21. Jahrhundert weiterhin mit einer beständig hohen Geschwindigkeit. Die chinesische Regierung verstärkte und verbesserte die volkswirtschaftliche Ausrichtung im Jahr 2004 und befindet sich nun auf einem Höhepunkt der Entwicklung der letzten Jahre.
Die Durchführung der Fünfjahrespläne leistete dabei einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in China.

Das Zentralkomitees (ZK) der Kommunistischen Partei (KP) Chinas sieht für den 11. Fünfjahresplan, in dem Vorschläge zum Entwicklungsziel, den Leitlinien und der Gesamtgestaltung für den Entwicklungszeitraum von 2006 bis 2010 enthalten sind vor, das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahre 2010 im Vergleich zu 2000 zu verdoppeln - dieses Ziel soll durch eine beschleunigte wirtschaftliche Umstrukturierung, eine effizientere Nutzung von Ressourcen und eine Reduzierung des Energieverbrauchs erreicht werden. Zudem plant man, die Umweltbelastungen zu minimieren. Das soziale Sicherungssystem soll weiterhin verbessert und die Zahl der in Armut lebenden Menschen gesenkt werden. In den Städten sowie auf dem Land sollen das Einkommensniveau und die Lebensqualität der Bevölkerung allgemein steigen. Des weiteren wird in den Vorschlägen dazu aufgerufen, neue Fortschritte bei der Errichtung einer demokratischen Rechtsordnung zu erzielen und den Aufbau einer harmonischen Gesellschaft voranzutreiben.

Investieren in China

China zieht als das größte Entwicklungsland der Welt multinationale Konzerne als Investoren magisch an - diese sehen in China nicht nur einen geeigneten und hervorragenden Produktionsstandort, sondern auch einen neu zu erschließenden Markt mit enormem Potenzial. Mit dem Beitritt in die Welthandelsorganisation (WTO) ist das Land für ausländische Unternehmen noch interessanter geworden, weil der Beitritt langfristig zu größerer Rechtssicherheit beiträgt. Dadurch wird sich das Umfeld für ausländische Unternehmen erheblich verbessern.

Internationale Investitionen spielen bei der Wirtschaftsentwicklung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Volksrepublik China eine entscheidende Rolle. Die chinesische Regierung möchte ausländischen Investoren gute Investitionsbedingungen bieten, um den internationalen Kapitalstrom weiter fließen zu lassen. Innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet die deutsche Bundesregierung beispielsweise eine Verdoppelung der deutschen Investitionen in China, die in den letzten Jahren bereits bei über sieben Milliarden Euro lagen. Somit ist das „Reich der Mitte“ schon jetzt Deutschlands wichtigster Handelspartner in Fernost.

2004 betrug das Bruttoinlandsprodukt von China ca. 3.687,59 Milliarden Yuan, was ungefähr 1,65 Billionen US-Dollar entspricht und ist um 9,5 % angestiegen. In den letzten zehn Jahren erzielte China ununterbrochen Wachstumsraten von mehr als 7 %. Unter Berücksichtigung der Unterbewertung der chinesischen Währung, die bis zu 40 % betragen soll, erreichte das Land 2004 einen Anteil in Höhe von 13 % am gesamten Welt-Output und ist zu 25 % für den weltweiten Produktionsanstieg in Höhe von 5 % verantwortlich. Das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner beträgt ca. 1.300 US-Dollar pro Jahr und lediglich ein Viertel des ärmsten EU-Landes Lettlands.
Bezüglich der Diskussion um das unvermindert starke Wirtschaftswachstum Chinas sollte berücksichtigt werden, dass dieses vom Wachstum im industriellen Sektor dominiert wird. Dies wiederum ist maßgeblich vom ausländischen Kapital und Know-How abhängig. Während der Dienstleistungssektor in den USA ca. 75 % des gesamten Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet, beträgt dieser Sektor in China gerade mal 32 % des Bruttoinlandsprodukts. Noch knapp 15 % des Bruttoinlandsprodukts werden in China in der Landwirtschaft erwirtschaftet, welche die Hälfte der gesamten Erwerbstätigen beschäftigt und damit den noch immer niedrigen Entwicklungsstand der Wirtschaftsstruktur dokumentiert.
Die momentan hohen Wachstumsraten können ohne maßgeblichen Strukturwandel der Volkswirtschaft, d.h. dem Ausbau des Dienstleistungssektors nicht unendlich aufrecht erhalten werden. Berechnungen, in denen es um die Frage geht wann China bei gleich bleibendem Wirtschaftswachstum die Leistungsfähigkeit der USA überholt haben wird, berücksichtigen den wichtigen Aspekt der Wirtschaftsentwicklung häufig nur unzureichend. Die Aussagen solcher Modellrechungen sind deshalb umstritten, da dieser Aspekt sowie eventuell entstehende Überkapazitäten in der Industrie und die Knappheit an Rohstoffen oft nur unzureichend Berücksichtigung finden.

Ist China Globalisierungs-Gewinner?

Ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland und in anderen Industrienationen gibt verstärkt China und anderen Schwellenländern wie Indien die Schuld für massiv steigende Rohölpreise und sinkende Arbeitsplätze in den Industriestaaten.
Besonders die Schwellenländer befinden sich im Entwicklungsstadium von der Agrarwirtschaft zur Industrialisierung und brauchen somit Energien. Viele Länder in Asien bieten sich sogar freiwillig als “schmutzige Industrien” an. Auf diese Weise wollen die boomenden Staaten Asiens große Konzerne zur Globalisierung der Produktion und gleichzeitig auch zur Investition in ihr eigenes Land verleiten.

Zu den größten Gewinnern der Globalisierung zählen die so genannten Global-Player (Unternehmen, die international vertreten sind). Vermutlich würden viele auch Schwellenländer zu den Gewinnern zählen, aber der Preis für die Entwicklung zur Industrialisierung ist sehr hoch, denn Boden-, Wasser- und Luftverschmutzung durch CO²- und andere Schadstoffausstöße führen zur Zerstörung des gesamten Ökosystems. Die ersten zehn Plätze der schmutzigsten Städte der Welt belegen demzufolge durchweg chinesische Städte:

1. Linfen, Shanxi Province
2. Yangquan, Shanxi Province
3. Datong, Shanxi Province
4. Shizuishan, Ningxia Hui
5. Sanmanxia, Henan Province
6. Jincheng, Gansu Province
7. Shijiazhuang, Hebei Province
8. Xianyang, Shanxi Province
9. Zhuzhou, Hunan Province
10. Luoyang, Henan Province

Das dadurch ebenfalls entstehende extreme Wohlstands-Gefälle, d.h. die Kluft zwischen armen und reichen Menschen, könnte zudem auch zu politischen Spannungen und Instabilitäten führen.

< Zurück