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Artikel "Internationaler Geldverkehr"

Der alltägliche Geldverkehr ist global geworden. Heute reicht bereits ein Mausklick aus, um Geld von Deutschland nach Asien zu überweisen. Es gibt beim internationalen Geldverkehr verschiedene Möglichkeiten der Geldüberweisung und dazu gehören:

- die Kreditkarte
- Onlinebezahldienste
- Scheckzahlung
- die telegrafische Geldanweisung
- EU-Standard-Überweisung
- weitere Zahlungsmöglichkeiten

Beim Geldverkehr gibt es jedoch auch gewisse Gefahren, die bedacht werden sollten wozu zum Beispiel das Phishing gehört.

Kreditkarte

Die Kreditkarte wird als weltweites Zahlungsmittel akzeptiert und ermöglicht zum Beispiel die Bezahlung eines bestellten Produkts, welches etwa in einem amerikanischen Onlineshop bestellt wurde. Bei der Bestellung im amerikanischen Onlineshop gibt der Käufer am Bestellende die Daten seiner Kreditkarte ein. Im Anschluss wird die Kreditkarte mit dem Kaufbetrag belastet. Die Kreditkartendaten werden bei der Datenübertragung durch Verschlüsselungstechnologien wie SSL geschützt. Es stehen heute die Kreditkartenarten Prepaid-Kreditkarte, Charge-Kreditkarte, Debit-Kreditkarte, EC-Karte, Geldkarte, Kundenkarte und Co-Branding-Kreditkarte zur Auswahl. Die ersten drei Kreditkartenarten können für internationale Bezahlungen eingesetzt werden, während die EC-Karte nur in Deutschland und Europa als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Die Jahresgebühren der Kreditkarten sind je nach Kreditkartenunternehmen unterschiedlich hoch, aber liegen durchschnittlich bei 0 Euro bis 200 Euro.

Onlinebezahldienste

Die Onlinebezahldienste erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, weil damit innerhalb weniger Sekunden ein Produkt bezahlt werden kann. Der Käufer kann mittlerweile zwischen zahlreichen Anbietern und Zahlungsmöglichkeiten wählen. Einer der bekanntesten Onlinebezahldienste ist Paypal, der eine schnelle und sichere Abwicklung ermöglicht. Dabei ist eine Anmeldung auf der Anbieterwebseite erforderlich, die nach kurzer Zeit abgeschlossen ist. Die Anmeldebestätigung kommt per Mail, jedoch müssen noch zwei kleine Überweisungen im Cent-Bereich abgewartet werden. Diese kommen von Paypal und sind nur eine Rückversicherung, dass das entsprechende Konto auch existiert und die richtigen Daten eingegeben wurden.
Anschließend müssen diese zwei Centbeträge auf der Anbieterwebseite eingegeben werden, damit die Anmeldung endgültig abgeschlossen wird. Nun kann mit diesen Onlinebezahldienst bezahlt werden indem die eigene Mailadresse am Ende eines Bestellvorgangs bei einem Onlineshop eingegeben wird. Der Verkäufer erhält das Geld sofort und Paypal belastet das Girokonto wenige Tage später mit dem Geldbetrag. Vom Geldbetrag kassiert Paypal eine geringe prozentuale Gebühr. Es gibt einen Käuferschutz von 500 Euro und die Daten werden durch eine SSL-Verschlüsselung sicher übertragen. Als Zahlungsmittel wird Paypal mittlerweile in praktisch jeden Industrieland akzeptiert, denn zur Nutzung ist nur eine gültige Mailadresse und ein Girokonto notwendig. Die Onlinebezahldienste legen einen großen Wert auf Sicherheit und somit sollte bei der Bezahlung des gekauften Produkts darauf geachtet werden, dass der Onlineshop eine SSL-Verschlüsselung anbietet.

EU-Standard-Überweisung

Die EU-Standard-Überweisung wird nur in der Europäischen Union akzeptiert und wurde von der europäischen Kreditwirtschaft zur Vereinfachung europaweiter Zahlungen vor wenigen Jahren eingeführt. Das Überweisungsformular ist bei jeder Bank erhältlich und ermöglicht eine Überweisung von bis zu 50.000 Euro innerhalb der Länder der Europäischen Union. Beim Onlinebanking haben die meisten Banken mittlerweile ebenfalls die EU-Standard-Überweisung eingeführt, wodurch eine Überweisung auch virtuell möglich ist. Wird die EU-Standard-Überweisung zur Bezahlung genutzt, müssen die Daten des Zahlungsempfängers also Vorname, Name und eventuell Firma eingetragen werden. Damit die Überweisung zum Empfänger erfolgen kann, ist es notwendig, dass außerdem die IBAN-Nummer (International Bank Account Number) und BIC-Code (Bank Identifier Code) des Zahlungsempfängers auf dem Überweisungsträger eingetragen wird. Die IBAN-Nummer beschreibt eine Standardschreibweise für ein Bankkonto. Die BIC-Nummer dient zur Identifikation der Bank wo das Konto geführt wird. Eine Überweisung ist nur möglich, wenn sowohl Zahlungsempfänger als auch der Kontoinhaber ein Konto in einem EU-Mitgliedsland besitzen. Wer selbstständig ist und in der Europäischen Union handelt, der sollte auf Kundenrechnungen die IBAN- und BIC-Nummern seiner Bank eintragen damit die Kunden den Rechnungsbetrag mit einer EU-Standard-Überweisung bezahlen können.

Scheck und Reisescheck

Die Bezahlung per Scheck ist ein weltweit anerkanntes Zahlungsmittel im Bereich des nationalen und internationalen Geldverkehrs, jedoch wird diese Zahlungsform verstärkt durch Onlinebanking und Bezahldienste verdrängt. Der Vorteil des Schecks ist, dass er nahezu überall akzeptiert wird und in jeder Bank der Welt eingelöst werden kann. Der Reisescheck ist international akzeptiert und bietet eine größere Sicherheit als Bargeld, weil ein solcher Scheck versichert ist. Kommt es zu einem Verlust, dann erfolgt innerhalb eines Tags ein Ersatz. Die Reiseschecks sind bei Reiseagenturen und Kreditkartenunternehmen in unterschiedlichen Betragsgrößen erhältlich. In Deutschland können Reiseschecks gegen Zahlung einer geringen Gebühr sowohl bei Sparkassen als auch Volksbanken erworben werden. Wenn ein Reisescheck gekauft wird, dann muss dieser unterschrieben werden. Wird der Reisescheck etwa in einem Hotel eingelöst, dann muss der Scheckinhaber ebenfalls unterschreiben.

Onlinebanking

Die Zahlungsmöglichkeit Onlinebanking ist in Europa, Deutschland und anderen Ländern der Welt mittlerweile gut akzeptiert. Beim Onlinebanking erhält der Kunde von seiner Bank eine PIN-, und TAN-Liste womit er Überweisungen über das Internet tätigen kann, ohne zur örtlichen Bank gehen zu müssen. Auf dem virtuellen Überweisungsformular trägt er den Geldbetrag sowie die Zahlungsempfängerdaten (Name, Vorname, Ort, Bankleitzahl, Kontonummer) und überweist das Geld anschließend. Wird das Geld überwiesen, muss die PIN-Nummer und eine TAN-Nummer eingegeben werden. Im Anschluss bekommt er die Bestätigung, dass die Überweisung erfolgreich war. Das Onlinebanking per PIN-, und TAN-Nummer ist durch die Gefahren des Phishing unsicherer geworden und daher ist ein Wechsel zum HBCI-Banking empfehlenswert...

HBCI-Banking

Beim HBCI-Banking muss der Kunde im Gegensatz zum TAN-Verfahren nur eine PIN-Nummer und keine TAN-Nummer eingeben. Die Überweisung wird nach der Eingabe der PIN-Nummer verschlüsselt zum Zahlungsempfänger übertragen. Zur Nutzung von HBCI-Banking ist eine HBCI-Karte, ein HBCI-Kartenleser und ein Onlinebankingprogramm erforderlich. Ein HBCI-Kartenleser ist mit einem Nummernfeld ausgestattet wo die PIN-Nummer eingegeben wird und garantiert somit eine hohe Datensicherheit. Sowohl der HBCI-Kartenleser als auch die HBCI-Karte sind bei jeder Bank erhältlich und kosten etwa 40 Euro. Diese Investition rechnet sich jedoch, weil die Sicherheit der eingegebenen Bank-, und Überweisungsdaten höher als beim PIN/TAN-Verfahren ist. Die Gefahr, dass beim HBCI-Banking die eigenen Daten durch Phishing von Cyberkriminellen abgefangen werden können, ist im Vergleich zum unsicheren aber dennoch weit verbreiteten PIN/TAN-Verfahren relativ gering.

Zahlungsarten:

Auf Rechnung

Die Zahlungsmöglichkeit "Auf Rechnung" oder "gegen Rechnung" ist in Deutschland sehr stark verbreitet und ist bei Onlinekäufern beliebt. Beim Kauf auf Rechnung erhält der Kunde nach dem Kauf entweder per Mail oder Post eine Rechnung. Nach dem Erhalt der Rechnung muss der Kunde diese innerhalb eines von dem Verkäufer eingeräumten Zahlungsziels bezahlen. Das Zahlungsziel beläuft sich je nach Unternehmen entweder auf drei, sieben, zehn, vierzehn oder dreißig Tage. Je nach Firma muss der Käufer die Rechnung sofort also netto Kasse begleichen. Sollte der Kunde die Rechnung nicht zahlen, hat der Verkäufer das Recht, eine Zahlungserinnerung und Mahnungen zu schicken, was den Rechnungsbetrag meist erhöht. Die Kosten bei der Zahlungsmittel "Auf Rechnung" liegen im überschaubaren Rahmen, denn neben Porto-, Druck-, und Papierkosten fallen keine weitere Ausgaben beim Rechnungsversand per Post an. Wird die Rechnung per Mail verschickt, hat der Verkäufer die Pflicht, die Rechnungsmail mit einer Signatur zu versehen. Die Signatur garantiert dem Rechnungsempfänger dass die Mail tatsächlich vom Verkäufer stammt und nicht etwa von einem Cyberkriminellen.

Vorkasse

Die Zahlungsmöglichkeit Vorkasse ist im Bereich des eCommerce am stärksten verbreitet und bei den Onlinekäufern allgemein akzeptiert. Wenn der Käufer in einen Onlineshop einkauft, erhält er innerhalb eines Tages eine Vorab-Rechnung, die er entweder sofort oder in wenigen Tagen bezahlen muss. Nach der Zahlung des ausstehenden Rechnungsbetrags bekommt der Käufer die gekaufte Ware per Post zugeschickt. Meist ist diese Zahlungsweise mit einem kleinen Rabatt (Skonto) von 1-3 % versehen, weil die Vorkasse natürlich auch für Händler / Verkäufer von Vorteil ist.

Nachnahme

Die Bezahlung per Nachnahme ist in Deutschland schon lange verbreitet und wird von fast jeden Versandhändler und Onlineshop angeboten. Bei der Nachnahme bestellt der Kunde die Ware normal beim Versandhändler oder Onlineshop und zahlt den Rechnungsbetrag bar direkt an den Postboten. Die Post kassiert dafür noch eine Nachnahmegebühr die bei maximal 16 Euro (bsp. bei Auslandsüberweisungen) liegt. Die Zahlungsmöglichkeit Nachnahme bieten die meisten Händler vorwiegend Neukunden an, weil sie sich damit vor möglichen Zahlungsausfällen schützen können, denn nicht jeder Käufer ist so liquide, dass ihm gleich der Kauf auf Rechnung angeboten wird. Erst ab der zweiten oder dritten Bestellung können Neukunden dann auf Rechnung bestellen.

Gefahren im Geldverkehr

Die Gefahren im internationalen Geldverkehr sind nicht zu unterschätzen, denn besonders beim Onlinebanking und Onlinebezahldiensten ist Vorsicht geboten. Das Phishing bedroht sowohl das Onlinebanking als auch die Onlinebezahldienste. Beim Phishing setzen Cyberkriminelle (kriminelle Personen die im Internet aktiv sind) auf gefälschte eMails und Webseiten, die vorgeben etwa von einer Bank zu stammen. Eine Phishing-Mail ist gut erkennbar, wenn etwa die vermeintliche Bank darum bittet, die Konto-, PIN-, und TAN-Nummer wegen einer angeblichen Sicherheitsüberprüfung auf einer Webseite einzugeben. Wer dem Link in der Mail zur unechten Bankseite folgt, dem droht der Diebstahl des gesamten Geldes! Sofort nach Eingabe der Kontodaten gelangen diese Informationen zu den Cyberkriminellen, die mit diesen Daten das Bankkonto plündern oder eine ausgiebige Shoppingtour auf Kosten des betroffenen Kontoinhabers machen. Wenn eine Phishing-Mail im virtuellen Postfach eintrifft, ist es empfehlenswert diese nicht zu öffnen und gleich in den digitalen Papierkorb zu befördern, damit die eigenen Kontodaten vor einem Diebstahl sicher sind. Das Phishing ist mittlerweile zu einem schweren Problem im Netz geworden und verursacht bereits finanzielle Schäden in Milliardenhöhe bei Privatpersonen und Firmen.
Eine weitere Gefahr ist die Scheckreiterei wo kriminelle Personen ungedeckte Schecks ausstellen. Jedoch ist diese Art des Betrugs auf dem Rückzug, weil die Banken mittlerweile zwar den Betrag auf dem Konto gutschreiben, jedoch kann der Scheckempfänger noch nicht darauf zugreifen.

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