• Startseite
 • Ad-Hoc
 • Aktien
 • Aktionär
 • Allgemeines über Fonds
 • Anleihen
 • Bafög
 • Bankeinlage
 • BASEL II
 • Boommarkt China
 • Bürgschaft
 • Cash Flow
 • Charttechnik
 • Darlehen
 • Depot
 • Depotbank
 • Devisen
 • Effektivzins
 • Elterngeld
 • Festgeld
 • Fremdkapital
 • Hedge-Fonds
 • Hybridanleihen
 • Hypothek
 • Internationaler Geldverkehr
 • Kleinkredit
 • kostenloses Girokonto
 • Kredit aufnehmen – Alternative oder letzte Rettung?
 • Kreditkarte
 • Kreditkartenarten
 • Leasing oder Finanzierung?
 • Mehr zum Ratenkredit
 • Mezzanine-Kapital
 • Pennystocks
 • Private Equity
 • Private Insolvenz
 • Ratenkredit
 • Restschuldversicherung
 • Schufa und die Kreditwürdigkeit
 • Schufafreie Kreditkarte
 • Seniorenkredit
 • Sofortkredit
 • Sparbuch oder Tagesgeldkonto?
 • Sparen mit Fondssparplänen
 • Sparerfreibetrag
 • Tagesgeld
 • Tagesgeldkonto
 • Tagesgeldzinsen
 • Vor- und Nachteile einer Kreditkarte

Artikel "Sparen mit Fondssparplänen"

Ein Fondssparplan ist ein Sparvertrag mit regelmäßiger Einzahlung in einen Investmentfonds, der sich den Durchschnittskosteneffekt (auch Cost-Average-Effect genannt) zu Nutze macht. Durch die Wahl des Fonds bezüglich Sicherheit, Verfügbarkeit, Rendite und Anlageschwerpunkt können Fondssparpläne auf die jeweiligen Sparziele abgestimmt werden. Auch das Zahlungsintervall ist üblicherweise in typischen, von der jeweiligen Fondsgesellschaft vorgegebenen Perioden (beispielsweise monatlich, vierteljährlich u.s.w.) frei wählbar.

Entscheidet man sich für den Fondssparplan als Anlageform, kauft man regelmäßig Fondsanteile. Dabei kann man zwischen Aktien-, Obligationen-, Geldmarkt-, gemischte und Indexfonds wählen. Direktbanken haben meist den Vorteil geringerer Gebühren (Ausgabeaufschlag) beim Kauf von Fonds. Wenn man jeden Monat einen festen Betrag anlegt, handelt man automatisch antizyklisch. Es werden mehr Anteile bei niedrigen Kursen und weniger Anteile bei hohen Kursen gekauft. So kommt man auf einen niedrigeren Durchschnittspreis als beim regelmäßigen Kauf einer festen Anzahl von Fonds-Anteilen und profitiert auf diese Weise vom so genannten Durchschnittskosteneffekt. Bereits ab 50 Euro monatlich kann man einen Fondssparplan einrichten.
Ein weiterer Pluspunkt des Fondssparplans ist der Zinseszins-Effekt - wer beispielsweise in den vergangenen 30 Jahren monatlich 150 Euro in den Templeton Growth Fund eingezahlt hätte, der könnte heute locker über einen Kontowert von ca. 457.000 Euro verfügen. Das Prinzip funktioniert folgendermaßen: Wer sich die jährliche Ausschüttung des Fonds nicht sofort auszahlen lässt sondern gleich wieder anlegt, erhält für den Ausschüttungsbetrag neue Fondsanteile. Wird dies langfristig praktiziert, steigt der Wert des eingesetzten Kapitals deutlich.

Die Chance, nahezu steuerfrei Vermögen aufzubauen ist ein weiterer entscheidender Vorteil von Fondssparplänen. Denn Fondsanleger profitieren von der derzeit gültigen Regelung, dass Kursgewinne nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei sind.

Die Vorteile von Fondsparplänen:
· Der Anleger sucht sich selber aus, in welche Fonds er investieren möchte.
· Der Sparplan kann zu jedem Zeitpunkt beendet werden oder pausieren. Dabei entstehen keine Gebühren (das Risiko von Kursverlusten besteht natürlich trotzdem, es kann aber durch eine ausreichend lange Ansparphase minimiert werden.
· Alle Gebühren, wie beispielsweise der einmalig bei Kauf fällige Ausgabeaufschlag und die jährlich anfallende Verwaltungsgebühr des Fonds sind im Verkaufsprospekt des Fonds einsehbar. Nach einer gewissen Laufzeit der Fondssparpläne gewähren Banken und Fondsgesellschaften häufig erhebliche Nachlässe auf die Ausgabeaufschläge.
· Die Rendite von Aktienanlagen ist über lange Anlagezeiträume (bei dementsprechend höherem Risiko) oftmals besser als die Rendite anderer Geldanlagen. Besonders bei der Vorsorge für das Alter sind sehr lange Anlagezeiträume zu beachten, so dass sich Renditeunterschiede enorm in der Höhe des erreichbaren Alterseinkommens auswirken können.

Die Nachteile von Fondsparplänen:
· Für die selbständige Auswahl von Fonds, die langfristig einen hohen Gewinn versprechen, benötigt man ein gewisses Maß an Kompetenz.
· Einige Anleger sind bei zwischenzeitlichen Kursverlusten geneigt, den Sparplan vorzeitig mit Verlust aufzulösen (aber der Durchschnittskosteneffekt macht sich nur dann bemerkbar, wenn man gerade in Zeiten niedriger Kurse mit seinem konstanten Betrag weiterspart).
· Die Höhe der zukünftigen Besteuerung von Gewinnen aus Aktienfonds lässt sich heutzutage nicht vorhersehen. Speziell die Steuerfreiheit der Gewinne aus Kurssteigerungen nach der einjährigen Spekulationsfrist scheint gefährdet zu sein.

Sparprogramm am Beispiel vom Templeton Growth Fund (bei einer monatliche Anlage von 150 Euro im Monat):




ZeitraumAnlagebetragDepotwertKumulierte RenditeJährliche Rendite
10 Jahre18.000 EUR46.089 EUR156,1 %17,90 %
20 Jahre36.000 EUR180.004 EUR395,40 %14,20 %
30 Jahre54.000 EUR797.806 EUR1362,20 %14,70 %
40 Jahre72.000 EUR2.625.405 EUR3.546,4 %14,0 %

(Quelle: Franklin Templeton)

< Zurück